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Jochen Halter

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Inkasso / Forderungsmanagement

Wir betreiben das Inkasso von der außergerichtlichen bis zur gerichtlichen Geltendmachung und Durchsetzung der Forderung notfalls im Wege der Zwangsvollstreckung.

Ein gutes Forderungsmanagement und Inkasso fängt dabei bereits bei der individuellen Vertragsgestaltung (wie z.B. der Verkaufs- und Lieferbedingungen, Auftragsbestätigungen, Rechnungstellung) an.

Als Anwälte stehen wir bei der Bearbeitung von Inkassomandaten im Wettbewerb mit Büros und Unternehmen, die den Begriff „Inkasso“ schon im Namen tragen. Jedoch bestehen auch für Anwälte heute nicht nur Recherchemöglichkeiten, die denjenigen von Inkassounternehmen entsprechen.

Wenn eine Forderung streitig wird, müssen Inkassounternehmen vielmehr grundsätzlich auch Anwälte einschalten, damit diese mit ihrer besonderen, für die jeweiligen Rechtsgebiete bestehenden Sachkunde die außergerichtlichen Verhandlungen und/oder Prozesse führen.

Gegenüber der sofortigen anwaltlichen Beauftragung entstehen dabei nicht selten Mehrkosten, die nach der Rechtsprechung grundsätzlich nicht auf den Schuldner abgewälzt werden können.
 

Ärgern Sie sich über Außenstände? Wir wollen dem Ärger abhelfen.

1. Die Gegenseite

Die Liste der Schuldnertricks – jedenfalls der Tricks einiger Schuldner – ist lang:

  • rückdatierte Lohnabtretungen wegen eines angeblichen Verwandtendarlehens
  • Steuerklasse V, damit kein pfändbarer Lohnanteil bleibt
  • Übersendung eines Verrechnungsschecks über einen Teil der Schuldsumme mit dem Vermerk, dass die Scheckeinlösung das Einverständnis zur Gesamterledigung bedeute

Diese und viele weitere Machenschaften gilt es abzuwehren. Der Kleinkrieg darf aber nicht zu Sturheit und Gläubiger-Überheblichkeit gegenüber solchen Schuldnern führen, die unverschuldet in die für sie selbst bedrückende Situation gekommen sind und die bei Augenmaß der Gläubiger sich daraus wieder befreien können.

2. Nachlässigkeiten von Gläubigern

Bei neuen Mandanten stellen wir oft schon Fehler beim Erstellen der Rechnung fest. Wer seine Rechnung adressiert

  • an Familie Müller, statt an Fritz und Anna Müller
  • an Gasthaus Traube und dabei den Inhaber nicht nennt
  • an Baumanagement P. Müller, ohne zu wissen, dass P. für Paula und nicht für den allein in Erscheinung tretenden Ehemann steht,

handelt sich zumindest Verzögerungen ein.

Verzögerte Rechnungstellung und zögerliches Inkasso können die Realisierung der Forderung sehr erschweren. So kann sich z.B. die Schuldneranschrift ändern. Wird die Forderung streitig, so wird mit zunehmendem Zeitablauf die Beweisführung schwieriger.

Auch kann der Schuldner einem Betrugsvorwurf eher mit der Behauptung begegnen, bei Inanspruchnahme der Leistung sei seine wirtschaftliche Situation noch in Ordnung gewesen.

Eine verbreitete Nachlässigkeit ist es, die Mahnungen zu nummerieren. Wer eine „1. Mahnung“ erhält, vertraut normalerweise darauf, auch noch eine zweite und dritte zu bekommen, bevor es ernst wird.

3. Empfehlungen zum Forderungseinzug

Meist ist die Gläubigerstellung aus einer Situation der Partnerschaft entstanden: aus der des Verkäufers, des Werkunternehmers, des Vermieters, der Bank. Der Gläubiger, selbst im Wettbewerb stehend, ist oft versucht, im Interesse einer Fortsetzung der Geschäftsbeziehung Kulanz zu zeigen.

So erklären sich Mahnungen, denen für den Fall der Nichtbeachtung keine Konsequenz zu entnehmen sind, nachlässige Kontrolle der Mahnfristen, Bemühungen in eigener Regie (um dem Schuldner Anwaltskosten zu sparen). Das wird meist nicht gedankt, kostet zunächst Glaubwürdigkeit und später Geld.

Zunehmend befassen Großunternehmen sich ab Rechnungstellung gar nicht mehr mit dem Forderungseinzug, sondern verkaufen die Forderungen, um sich auf ihre sog. Kernkompetenz zu beschränken. Ist es dann nicht eher ein Zeichen für Ineffizienz, wenn der Forderungseinzug nicht frühzeitig in eine qualifizierte Fremdbearbeitung gegeben wird (zumal bei Eigenbearbeitung die Kostenerstattung kaum über den Portoersatz hinausgeht)?

Zusammenfassend raten wir Ihnen, Rechnungen nur einmal selbst anzumahnen, um so den Schuldner auf alle Fälle in Verzug zu setzen (da er sich andernfalls kraft Gesetzes grundsätzlich erst 30 Tage nach Rechnungszugang in Verzug befindet), und von einer zweiten oder dritten Mahnung abzusehen, da rechtlich und praktisch überflüssig.

Eine Mahnung mit Fristsetzung sollten Sie aber zuerst selbst aussprechen, da der Schuldner erst dann, wenn er sich im Verzug befindet, auch die Erstattung von Rechtsanwaltskosten (neben Verzugszinsen und etwaigen weiteren Verzugsschäden) schuldet. Bei erfolgloser Erstmahnung sollten Sie unverzüglich einen Anwalt beauftragen.

4. Anwaltliche Kompetenz

Anwälte stehen bei der Bearbeitung von Inkassomandaten im Wettbewerb mit Büros und Unternehmen, die das „Inkasso“ schon im Namen tragen. Auch für Anwälte bestehen heute Recherchemöglichkeiten, die denjenigen von Inkassounternehmen entsprechen.

Wird eine Forderung streitig, bevor sie im gerichtlichen Mahnverfahren, im Prozess oder durch notarielles Anerkenntnis in eine vollstreckungsfähige Form gebracht ist, müssen Inkassounternehmen grundsätzlich Anwaltsbüros einschalten. Häufig entstehen dabei Mehrkosten, die nicht auf den Schuldner abgewälzt werden können.

Wir empfehlen daher, was Sie nicht wundern wird, direkt und nur den Anwalt zu beauftragen.

Für unser Büro können wir Ihnen spezielles Know-How der Anwälte und langjährig erfahrene Mitarbeiterinnen zusichern, dazu neueste Informationstechnik und eine kreative Bearbeitung. Wenn Sie es wünschen, versuchen wir, Ihre Forderungen zunächst außergerichtlich einzuziehen, auch mit Anrufen beim Schuldner, mit Lob, Tadel und Motivation. Wo das nicht hilft, kann mit Pfändungen ins Grundbuch, mit Vorpfändungen, Betrugsanzeige, Insolvenzantrag, Pfändung zukünftiger Rentenansprüche und vielem mehr dem Ärger des Gläubigers abgeholfen werden.

Machen Sie den Test!